„Sag es niemandem.“
Jemand verlangt Geheimhaltung oder behauptet, andere würden eure besondere Verbindung nicht verstehen.
Neugier macht dich nicht falsch. Aber niemand hat das Recht, deine Gedanken gegen dich zu benutzen – nicht mit Druck, nicht mit Geheimnissen und nicht mit Geschenken.
Gedanken zu BDSM oder Fetisch können schon vor dem 18. Geburtstag auftauchen. Du musst sie weder verdrängen noch jetzt ausprobieren. Du musst dich auch niemandem erklären.
Deine Gedanken gehören dir.
Sie geben niemandem das Recht auf intime Antworten, Bilder, Videoanrufe, Geheimnisse oder ein Treffen.
Erwachsene tragen die Verantwortung.
Eine erwachsene Person darf deine Neugier niemals als Erlaubnis behandeln oder dir die Verantwortung zuschieben.
Es braucht keine Begründung. Du darfst aufhören, blockieren oder deine Meinung ändern – auch wenn du vorher geantwortet, geflirtet oder schon etwas geschickt hast.
Druck bleibt Druck.
Komplimente, Versprechen, Geld, Geschenke, Schuldgefühle oder Drohungen machen daraus keine Zustimmung.
Du bist nicht unhöflich.
Wer deine Grenze diskutiert, hat keinen Anspruch auf eine weitere Antwort.
Schon ein einziges Warnzeichen kann reichen, um Abstand zu nehmen und eine vertrauenswürdige erwachsene Person dazuzuholen.
Jemand verlangt Geheimhaltung oder behauptet, andere würden eure besondere Verbindung nicht verstehen.
Die Person weicht aus, widerspricht sich oder findet Ausreden dafür, ihr Gesicht nicht zu zeigen.
Aus harmlosen Fragen werden intime Fragen. Ein Nein wird diskutiert, lächerlich gemacht oder später erneut übergangen.
Fotos, Videos oder ein Live-Chat sollen angeblich Vertrauen, Mut oder Gehorsam beweisen.
Jemand droht mit Veröffentlichung, Kontaktabbruch, Ärger oder Schuld – oder fordert Geld, damit etwas nicht passiert.
Du sollst allein kommen, den Ort verschweigen oder deinen Standort und deine Pläne vor anderen verbergen.
Mach zuerst nur den Schritt, der gerade möglich ist. Es muss nicht alles auf einmal sein.
Antworte nicht weiter, wenn du dich unter Druck, bedroht oder unwohl fühlst. Du schuldest keine Erklärung.
Sende keine weiteren Bilder, Videos, Adressen, Schulnamen oder Standortdaten. Bezahle auch kein gefordertes Geld.
Zeig den Verlauf jemandem, dem du vertraust – etwa in deiner Familie, Schule, Jugendhilfe oder Beratung.
Nutze die Meldefunktion der Plattform. Blockiere den Account, wenn dadurch keine unmittelbare Gefahr größer wird.
Auch wenn du etwas geschickt oder dein Alter anders angegeben hast: Du darfst Hilfe holen. Die Verantwortung für Druck und Übergriffe liegt nicht bei dir.
Bei intimen Bildern: Leite sie nicht weiter und veröffentliche sie nicht. Notiere Nutzername, Profiladresse, Datum und Plattform. Frag eine Beratungsstelle oder die Polizei, wie Beweise sicher aufbewahrt werden sollen.
Wenn ein Anruf gerade zu viel ist, kannst du bei diesen unabhängigen Angeboten schreiben. Sie gehören nicht zu LiesaBDSM.
Anonyme, kostenfreie und professionell begleitete Mailberatung, Einzelchats, Gruppenchats und ein moderiertes Jugendforum.
bke-Jugendberatung öffnen →Vertrauliche, kostenlose und anonyme Onlineberatung. Du kannst zu jeder Zeit schreiben; zusätzlich gibt es Chatangebote.
JugendNotmail öffnen →Vertrauliche und kostenlose Hilfe bei Cybergrooming, Sextortion, Cybermobbing, Fake-Profilen und anderen Onlineproblemen.
JUUUPORT öffnen →Teile keine Adresse, Schule, intimen Bilder oder Standortdaten. Wechsle nicht vorschnell in private Messenger und triff niemanden allein, den du nur aus dem Internet kennst.
Die verlinkten Hilfsangebote gehören nicht zu LiesaBDSM. Wir haben sie zuletzt am 13. September 2026 geprüft. Für Inhalte und Datenschutz der Zielseiten ist der jeweilige Anbieter verantwortlich; spätere Änderungen können wir nicht laufend kontrollieren.
Du musst dir nicht sicher sein, ob etwas „schlimm genug“ ist. Ein ungutes Gefühl reicht, um nachzufragen.
116 111
Kostenlose und vertrauliche Telefon- und Onlineberatung für Kinder und Jugendliche.
Angebot öffnen →0800 22 55 530
Anonyme und kostenfreie Hilfe, auch bei Cybergrooming, Sexting-Problemen oder Erpressung mit Bildern. Onlineberatung ist ebenfalls möglich.
Hilfe-Portal öffnen →Hier kannst du Internetangebote melden, die illegal, jugendgefährdend oder entwicklungsbeeinträchtigend sein könnten. Für eine akute Krise ist eine Beratungsstelle der richtige Weg.
Verstoß melden →110 / 112
Ruf 110 bei einer unmittelbaren Bedrohung oder Straftat. Ruf 112 bei Lebensgefahr oder wenn dringend medizinische Hilfe gebraucht wird.
110 anrufen →Deine Neugier ist kein Versprechen. Sie verpflichtet dich zu nichts.
Dein Nein ist keine Verhandlung. Du darfst jederzeit aufhören.
Scham soll dich still machen. Genau dann ist eine vertrauenswürdige zweite Person besonders wichtig.